Vor rund zwei Wochen trennten sich die Wege des RC Lens und Cheftrainer Dino Toppmöller. Jetzt spricht der ehemalige Eintracht-Trainer in einem Podcast über die Hintergründe – und zudem über sein Aus in Frankfurt.

Dino Toppmöller musste nach sechs Spieltagen seine Koffer packen.
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00:31 Min.|Mathies Hohm
Dino Toppmöller hofft nach seiner skurrilen Entlassung beim französischen Fußball-Erstligisten RC Lens auf ein baldiges neues Engagement. „Ich brauche jetzt kein Jahr Pause“, sagte der frühere Coach von Eintracht Frankfurt im Podcast „Spielmacher“.
Toppmöller hatte vor zwei Wochen seinen erst zu Saisonbeginn angetretenen Job in Lens verloren, weil er sich gegenüber seinem bei den Club-Bossen in Ungnade gefallenen Co-Trainer Nelson Morgado loyal verhalten hatte. „Damit konfrontiert zu werden, dass wenn dein Co-Trainer weiter Co-Trainer ist, dass du dann selbst raus bist, das war auf jeden Fall ein Brett“, sagte Toppmöller.
Die Entlassung sei „natürlich eine große Enttäuschung und auch ein Schock“ gewesen und er „aus allen Wolken gefallen“. Trotz der persönlichen Nachteile sei es für ihn jedoch überhaupt nicht infrage gekommen, „da jemanden fallen zu lassen, der nichts Außergewöhnliches gemacht hat.“ Ihm sei es wichtiger, „dass ich heute noch in den Spiegel schauen kann, anstatt am Spielfeldrand zu stehen. Wenn ich Werte hätte verletzen müssen, dann nehme ich das in Kauf, dass ich dann in dem Moment keinen Job habe.“
Zweite Trennung in diesem Jahr
Für Toppmöller war es in diesem Jahr bereits die zweite Entlassung, nachdem er im Januar seinen Job bei der Eintracht verloren hatte. Dennoch hegt er keinen Groll. Er habe viele Erfahrungen gesammelt, um als Persönlichkeit zu wachsen. „Du brauchst diese Momente, um größer zu werden, reifer zu werden. Am Ende geht es ja immer darum, für jeden im Leben, einmal mehr aufzustehen als hinzufallen“, sagte der 45-Jährige und fügte hinzu: „Manchmal muss es sich wahrscheinlich auch ungerecht und unfair anfühlen, um dann daraus zu lernen und zu wachsen.“
Die Entlassung bei der Eintracht konnte der Coach, der weiterhin mit seiner Familie in Frankfurt wohnt, dennoch „nicht ganz nachvollziehen“, da es doch recht ordentlich gelaufen sei. Ein Stück weit habe er sie daher auch als „ungerecht“ empfunden. Zu Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche habe er, Toppmöller, dennoch weiterhin ein gutes Verhältnis. Die Zeit bei den Hessen sei „sehr besonders“ gewesen und die Entlassung deshalb auch „die schwerste Entscheidung in meiner Profikarriere“.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/ex-eintracht-trainer-toppmoeller-ueber-lens-rauswurf-aus-allen-wolken-gefallen–v1,toppmoeller-lens-106.html



