Der FSV Frankfurt hat in der Liga drei Niederlagen in Folge kassiert. Im Nachholspiel gegen Kaiserslautern soll der Turnaround her, FSV-Trainer Victor Kleinhenz bleibt derweil cool.

FSV-Trainer Victor Kleinhenz
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00:54 Min.|Carsten Schellhorn
Es lief ja eigentlich alles glatt beim FSV Frankfurt. Gerade war der Absteiger SSV Ulm in dessen Stadion mit 2:1 bezwungen worden, in der englischen Woche zuvor hatten die Bornheimer das Hessenderby gegen Kassel gewonnen und dem OFC auf dem Bieberer Berg einen Punkt abgetrotzt. Machte in Summe: zwölf Punkte nach sieben Spielen, Platz sechs mit Tuchfühlung zur Spitzengruppe. Mitte September war alles in Butter.
Gerade mal vier Pflichtspiele später sieht die Welt beim FSV Frankfurt aber schon wieder ein wenig anders aus. In der Liga setzte es drei Niederlagen in Folge, gegen die Stuttgarter Kickers (0:1), den VfR Mannheim (1:4) und am vergangenen Wochenende gegen den SV Sandhausen (1:3). Im Hessenpokal mühten sich die Bornheimer derweil zu einem Sieg im Elfmeterschießen gegen den klassentieferen Hünfelder SV. Auch nicht gerade ein Ruhmesblatt.
„Der FSV hat ein gutes Spiel gemacht – absolut“
Insbesondere das Spiel am Wochenende gegen Sandhausen war bitter. „Wir waren grundsätzlich gut im Spiel“, sagte Trainer Victor Kleinhenz nach einer Partie, die man nicht unbedingt hätte verlieren müssen. Zeitweise war der FSV die bessere Mannschaft, hatte durch Cas Peters zwei riesige Chancen auf das 2:1 und kurz vor der Pause auf das 2:2. „Wir haben das Heft des Handelns in die Hand genommen, waren sehr dominant und gut im Gegenpressing.“ Ein Lob, dem sich auch Gäste-Trainer Markus Kauczinski anschloss: „Der FSV hat ein gutes Spiel gemacht – absolut.“
Was aber auch zur Wahrheit gehört: Das Spiel der Hessen spielte sich zu oft zwischen den Strafräumen ab, nach vorne mangelte es an zündenden Ideen, hinten fielen die Gegentore zu einfach. „In der Mitte war der FSV die bessere Mannschaft. Aber in den Sechzehnern waren wir konsequent – sowohl im Verteidigen als auch vor dem Tor“, brachte es Kauczinski auf dem Punkt.
„Sandhausen hat uns gezeigt, wie Männerfußball funktioniert“
Eine Einschätzung, die auch Kleinhenz teilte – und die ihn naturgemäß ärgerte. „Wir hatten zu viele leichte Ballverluste und haben vor allem in der zweiten Hälfte zu selten die Tiefe attackiert.“ Hinzu kam, dass seiner Mannschaft am Ende nicht mehr viel einfiel, ein Powerplay vor eigenem Publikum weitestgehend ausblieb. Der FSV wurde vom SVS abmoderiert, weswegen Kleinhenz deutlich wurde: „Sandhausen hat uns heute gezeigt, wie Männerfußball funktioniert.“
Das weiß der FSV ja eigentlich auch, der gute Saisonstart hat es gezeigt. Immerhin: Die Chance, der Ergebniskrise entgegenzusteuern, bietet sich bereits am Mittwoch (19 Uhr), wenn es zum Nachholspiel bei der Zweitvertretung des 1. FC Kaiserslautern kommt. „Wir werden die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, nicht verändern. Für uns geht es darum, dass wir den Plan A weiterverfolgen, es Woche zu Woche besser machen und dann wieder Punkte holen“, gibt Kleinhenz die Richtung vor.
Zumal ja schon diese Saison zeigt, wie schnell es wieder nach oben gehen kann. „Wir sind nicht durchgedreht, als wir in der englischen Woche sieben Punkte auf der Habenseite hatten. Wir werden nicht durchdrehen, wenn wir jetzt mal drei Spiele verlieren“, so Kleinhenz. Cool bleiben also. Der ein oder andere Punkt in Kaiserslautern und dann am Wochenende in Trier sollte aber schon herausspringen. Sonst wird aus der Ergebniskrise dann irgendwann doch eine handfeste Krise.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/regionalliga/fsv-frankfurt-nicht-durchdrehen-und-plan-a-weiterverfolgen-v1,fsv-drei-pleiten-100.html


