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Skyliners Frankfurt: Fünf steile Thesen zur neuen BBL-Saison

Skyliners Frankfurt: Fünf steile Thesen zur neuen BBL-Saison

Die Vorbereitung war stark, die erste Pokalrunde stärker. Aber können die Basketballer der Skyliners Frankfurt ihre Form über ein ganzes Jahr konservieren? Hier kommen die Hot Takes zum Bundesliga-Start.

Till Pape und Jamie Edoka klatschen sich im Spielertunnel der Skyliners ab.


Die Skyliners sind bereit für die neue Saison.
Bild © IMAGO / Jan Huebner


Die Skyliners Frankfurt haben den Pflichtspielauftakt souverän gemeistert und Science City Jena mit 94:63 aus dem BBL-Pokal gekegelt. Am Donnerstag (18.30 Uhr) geht es nun bei Meister Alba Berlin auch in der Bundesliga los. Kommende Woche Dienstag (20.30 Uhr) geht es international im EuroCup zur Sache. Vorab gibt es hier einige steile Thesen zur neuen Saison.

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00:34 Min.
|Phil Hofmeister

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1. Mehr Punkte, mehr Assists

Die Skyliners haben aus der vergangenen Saison gelernt und ihre Offensive auf Vordermann gebracht. Klar, ein Unterschiedsspieler wie Jaedon LeDee fehlt im Kader, in der Breite sind die Frankfurter offensiv aber stärker geworden. Neuzugang Judah Mintz liebt es, „Downhill“ zu gehen, also zum Korb zu ziehen und abzuschließen. Mit Thomas Klepeisz hat man sich zudem noch einen ausgewiesenen Dreier-Spezialisten ins Team geholt. Und weil Klepeisz (35) und der US-Amerikaner Ryan Arcidiacono (32) auch noch jede Menge Erfahrung und Spielverständnis mitbringen, wird das Frankfurter Spiel mit dem Ball davon profitieren.

Gehörten die Hessen vergangenes Jahr mit durchschnittlich 80.9 Punkten (Vorletzter) und 16 Assists (15.) noch zu den schlechtesten Teams der Liga, werden sie in beiden Statistiken ordentlich draufpacken. Einen ersten Vorgeschmack auf das, was da kommen könnte, lieferten die Skyliners bereits beim Pokalsieg gegen Jena. Mit 94 Punkten (3.) und 27 Assists (1.) mischen die Hessen ganz oben mit.

2. Bedime wird Publikumsliebling

Wegen Schulterproblemen war lange nicht klar, ob und wann Roman Bedime den Skyliners wird helfen können, dann stand der Berliner im Pokal gegen Jena plötzlich schon im Kader. Und was war das bitte für ein Debüt?

Bedime war vorne und hinten präsent, traf fünf seiner sieben Würfe (inklusive Statement-Dunk), sammelte vier Rebounds ein und klaute dem Gegner ebenso viele Bälle. Der 24-Jährige war nicht nur der effizienteste Spieler auf dem Feld, sondern auch der lautstärkste, hypte sich selbst und zog das Publikum gleich mit. Die Herzen der Fans gehören Bedime. Wenn die Schulter hält, dann für den Rest der Saison.

Roman Bedime im Profil


Einer zum Liebhaben: Roman Bedime
Bild © IMAGO / Jan Huebner


3. EuroCup wird zur Lehrstunde

Bei den Hessen sind sie heiß auf Europa. Wie lange die Freude hält, ist eine ganz andere Frage. Alle Heimspiele finden unter der Woche statt, keines wird vor 19.30 Uhr angepfiffen. Wie viele Fans sich da auf den Weg in die Ballsporthalle machen? Die Prognose: Es wird überschaubar bleiben, vor allem, da es auch sportlich die eine oder andere Klatsche geben dürfte.

Allein vom Budget her haben die Skyliners im EuroCup nichts zu suchen. Die (unbestätigten) Spielerbudgets der Frankfurter Gegner liegen bei circa 1,5 Millionen bis kolportierten sechs Millionen Euro netto. Top-Teams aus Griechenland oder der Türkei dürften sich ihr Team sogar noch mehr kosten lassen. Die Skyliners haben laut Geschäftsführer Gunnar Wöbke in etwa dasselbe in den Kader investiert wie in der vergangenen Saison. Das sind nach hr-sport-Informationen etwas mehr als 750.000 Euro. Der EuroCup wird zur Lehrstunde für die Skyliners, die aufpassen müssen, dass sie sich von den internationalen Ergebnissen nicht runterziehen lassen.

4. Alleyne wird zum Standby-Profi

Ich gehe nicht nur davon aus, dass die Skyliners sich noch mit einem internationalen Big Man verstärken, ich gehe auch davon aus, dass sie sich im Gegenzug nicht von einem anderen ausländischen Spieler trennen werden. Das würde für die Bundesliga auch bedeuten: Sind alle sieben Ausländer fit, wird einer im Spieltagskader fehlen, in dem nur sechs stehen dürfen. Im EuroCup gibt es hingegen keine Begrenzungen.

Für Skyliners-Trainer Klaus Perwas wäre das natürlich eine gute Nachricht. Die Erfahrung zeigt immerhin, dass sich in einer langen Saison immer mal das eine oder andere Wehwehchen einstellt. Eine gewisse Kadertiefe tut den Hessen gut. Sind alle fit, rechne ich damit, dass es Nahiem Alleyne häufiger nicht in den Spieltagskader schafft. Ich mag Alleyne, der ein guter „Glue Guy“ ist, der sich selbst nicht in den Vordergrund rückt und immer hart arbeitet. Von den Fähigkeiten her sehe ich die Konkurrenz auf der Guard-Position aber deutlich stärker.

Nahiem Alleyne


Nahiem Alleyne hält sich selbst zurück und den Laden zusammen.
Bild © IMAGO / Jan Huebner


5. Die Playoffs werden verpasst

Vergangene Saison war ich noch sehr optimistisch, habe die Skyliners auf Platz sieben getippt. Zu meiner Verteidigung: Das war bevor sich Jaedon LeDee weggestreikt hat und die Spielzeit in die Binsen ging. Trotzdem werde ich dieses Jahr den Turnaround vollziehen und kritischer an die ganze Sache herangehen.

Das offizielle Saisonziel sind die Pre-Playoffs, also mindestens der zehnte Tabellenplatz. Durch die Mehrfachbelastung EuroCup und die dünne Personaldecke auf den großen Positionen werden die Skyliners dieses Ziel aber nicht erreichen. Verstärken sich die Hessen noch mit einem guten Center (was sie vorhaben), werden die Karten noch einmal neu gemischt. Vorerst bin ich skeptisch. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

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Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/basketball/skyliners-frankfurt/skyliners-frankfurt-fuenf-steile-thesen-zur-neuen-bbl-saison-v1,hottakes-saisonstart-100.html

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