Nach ziemlich wilden Zeiten wollen die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden mit dem jüngsten Trainer der Bundesliga nun wieder angreifen. Am Wochenende geht die neue Spielzeit in der Bundesliga los.

Sanne Konijnenberg (VC Wiesbaden)
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01:13 Min.|Carsten Schellhorn
Der VC Wiesbaden hat wilde Zeiten hinter sich. 2023 rettete nur eine Bürgschaft der Stadt Wiesbaden die Bundesliga-Volleyballerinnen vor der Insolvenz. Und die vergangene Saison war sportlich eine echte Achterbahnfahrt. Im Februar flog Trainer Tigin Yağlioğlu nach nur sieben Monaten raus, der langjährige Coach und heutige Sportdirektor Benedikt Frank musste mal wieder übernehmen. Am Sonntag startet der VC Wiesbaden nun in die neue Spielzeit. Und die soll besser werden.
Der neue Trainer soll neuen Schwung bringen: Paul Sens wechselte im Sommer vom Bundesliga-Topteam SSC Schwerin, bei dem er elf Jahre als Co-Trainer tätig war. Sprich mit 18 Jahren fing er an, eine wirkliche Seltenheit im Profi-Sport. Nun ist Sens 29 Jahre alt und damit der aktuell jüngste Chef-Trainer der Bundesliga. „Paul hat trotz seines jungen Alters schon unglaublich viel Erfahrung gesammelt. Er steht für Aufbruch und die Zukunft und das passt für uns sehr gut“, sagte VCW-Sportdirektor Benedikt Frank dem hr-sport.

Der neue VC Wiesbaden Trainer Paul Sens
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Sens ist ein großes Trainer-Talent, doch traut sich der 29-Jährige nun auch den Cheftrainer-Posten in Wiesbaden zu? „Ich traue mir das auf jeden Fall zu, sonst würde ich es ja nicht machen. Ich arbeite auf internationalem Niveau, von daher bringe ich die Voraussetzungen mit“, gab sich Sens im hr-sport-Interview selbstbewusst. Der neue Wiesbadener Chef-Trainer ist seit Jahren nebenher auch als Co-Trainer der belgischen Frauen-Nationalmannschaft aktiv.
Zurück zu alten Erfolgen
In den vergangenen fünf Jahren erreichten die Wiesbadener Volleyballerinnen zwar immer die Play-offs, flogen da aber regelmäßig gleich im Viertelfinale raus. In den 2010er Jahren war das noch anders: 2013 wurden die Wiesbadenerinnen Deutscher Vize-Meister, noch 2018 ging es immerhin ins Pokalfinale. Da würde der VCW gerne wieder hin.
Der Club aus der hessischen Landeshauptstadt schaut aber erstmal auf die normale Spiel-Runde. „Unser Saison-Ziel muss es sein, in der Liga (Anm. d. Red. nach Platz sieben in der vergangenen Spielzeit) einen oder zwei Plätze nach oben zu rücken. Der letzte Europa-Pokal-Rang ist der fünfte, den haben wir im Blick“, so Sportdirektor Frank. Deshalb wird es gleich zum Saisonstart spannend. Los geht es am Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim USC Münster (16 Uhr), bereits am kommenden Mittwoch steht das erste Heimspiel gegen Aachen (19.30 Uhr) an.
Mit Münster und Aachen geht es gleich gegen die beiden Teams, die in der vergangenen Spielzeit als Fünfte und Sechste in der Tabelle direkt vor den Wiesbadenerinnen landeten. „Der Spielplan ist schon speziell für uns, denn wir stehen sofort unter Druck, gewinnen zu müssen“, so Sens. Doch der neue Wiesbadener Coach ist zuversichtlich: „Wenn wir unsere Stärken ausspielen, dann haben wir realistische Chancen, unsere Ziele auch zu erreichen.“
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/mehr-sport/start-in-die-volleyball-bundesliga-vc-wiesbaden-will-mit-dem-juengstem-trainer-an-alte-erfolge-anknuepfen-v1,vc-wiesbaden-startet-in-neue-saison-100.html

