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Von Becker bis Ebnoutalib: Diese Hessen feierten ihr DFB-Debüt

Von Becker bis Ebnoutalib: Diese Hessen feierten ihr DFB-Debüt

Der DFB knackte gegen Serbien die Marke von 1.000 DFB-Spielern. Einige davon kommen aus Hessen. Darunter finden sich ein Weltmeister, ein historischer Torschütze und ein aufsteigender Held.

Collage: Links Fritz Becker im Profil, rechts Younes Ebnoutalib


Zwei Hessen für Deutschland: Fritz Becker (links) und Younes Ebnoutalib (rechts)
Bild © IMAGO / Schirner Sportfoto, IMAGO / Sportfoto Rudel, Collage: hessenschau.de


Mit Mika Baur verhalf Bundestrainer Jürgen Klopp dem 1.000. deutschen Nationalspieler zu seinem DFB-Debüt. Beim 2:0 am Donnerstagabend in der Nations League gegen Serbien betrat der Mittelfeldspieler von Celtic Glasgow in der 77. Minute den Rasen der Münchener Arena – und damit ganz nebenbei die Geschichtsbücher. „Es ist ein Gefühl, das man hat, bei dem man hofft, dass es nicht weggeht“, sagte Baur nach der Partie über seinen besonderen Abend. 999 Spieler hatten dieses Gefühl vor dem Ex-Paderborner erlebt. Doch wie viele von ihnen haben bei ihrem Debüt eigentlich ein hessisches Trikot getragen.

Die Antwort: 42. Und wenig überraschend führt dabei kein Weg an Eintracht Frankfurt vorbei. Seit dem ersten Länderspiel 1908 stellte die SGE 29 DFB-Debütanten. Der neueste Name in dieser Reihe ist Younes Ebnoutalib. Am 24. September 2026 kam der SGE-Stürmer beim Nations-League-Kracher gegen die Niederlande für Kai Havertz in die Partie.

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602-mal Bundesliga, sechsmal DFB

Auch Karl-Heinz-Körbel gehört zu dieser illustrierten Runde. Und eigentlich braucht diese Ikone in Hessen keine weitere Erklärung: „Charly“ Körbel ist mit 602 Einsätzen bis heute Rekordspieler der Bundesliga. Jedes dieser 602 Spiele absolvierte der Innenverteidiger für die Eintracht.

Im Nationaltrikot hielt sich Körbel hingegen vornehm zurück: Die SGE-Legende lief lediglich sechsmal für Deutschland auf. 602 zu 6 – eine Bilanz, die deutlicher nicht sein kann.

Karl-Heinz "Charly" Körbel steht mit SGE-Jacke auf dem Rasen der Eintracht.


Karl-Heinz „Charly“ Körbel ist Rekordspieler der Bundesliga.
Bild © IMAGO / Sven Simon


Kostedde schreibt als Offenbacher Geschichte

Überraschenderweise trug nicht jeder hessische Nationalspieler bei seinem Debüt den Adler auf der Brust. Erwin Kostedde kickte Ende 1974 für Kickers Offenbach und schrieb mit seinem ersten Länderspiel deutsche Fußballgeschichte.

Beim 1:0-Erfolg über Malta wurde der Mittelstürmer zum ersten schwarzen Spieler, der für die deutsche A-Nationalmannschaft auflief. Es folgten zwar nur zwei weitere Einsätze im DFB-Dress, doch sein erster war einer für die Geschichtsbücher.

Kostedde zeigt mit seinem Finger zur Eckfahne


Erwin Kostedde war der erste schwarze Spieler der deutschen A-Nationalmannschaft.
Bild © IMAGO / Sven Simon


Hesse schießt das erste deutsche Länderspieltor

Apropos historisch: Am 5. April 1908 bestreitet die DFB-Elf gegen die Schweiz das erste offizielle Länderspiel ihrer Geschichte. Nach sechs Minuten dürfen die Deutschen das erste Mal jubeln. Torschütze: Fritz Becker von Eintracht Frankfurt.

Und weil ein Hesse nicht genügte, war ein weiterer Hesse direkt an der Entstehung des Tores beteiligt: Rechtsaußen Gustav Hensel vom SV Kurhessen Kassel flankte, der Abschluss eines Nicht-Hessens wurde geblockt, ehe Becker den Fuß hinhielt und vollendete. Mehr hessische Power im ersten Länderspiel geht nicht.

Für ein Happy End reichte es allerdings nicht. Die Schweiz drehte die Partie und gewann 5:3. Zwar traf Becker noch ein zweites Mal, lief danach jedoch nie wieder für Deutschland auf.

Hessischer Weltmeister in Bern

Wer vom FC Hessen Kassel noch nichts gehört hat, der wird jetzt von der Geschichte eingeholt. Ein gewisser Karl-Heinz Metzner brauchte nur zwei Länderspiele, um von Sepp Herberger 1954 für die Weltmeisterschaft in der Schweiz nominiert zu werden. Metzner kam während des Turniers keine Minute zum Einsatz – durfte nach dem Wunder von Bern aber trotzdem den WM-Pokal feiern.

Metzner jongliert den Ball an der Auslinie


Karl-Heinz Metzner (l.) feierte 1954 den WM-Titel beim Wunder von Bern.
Bild © IMAGO / Schirner Sportfoto


Seit dem ersten Länderspiel 1908 haben damit 42 Spieler ihr DFB-Debüt feiern dürfen, während sie für einen hessischen Verein aufliefen. Den Großteil stellt wenig überraschend Eintracht Frankfurt (29), doch auch Kickers Offenbach (4) und FSV Frankfurt (2) stellten mehrere Nationalspieler. Der FC Hessen Kassel (1), 1. Hanauer FC 93 (1), Rot-Weiss Frankfurt (1), SV Kurhessen Kassel (1), Casseler FV 95 (1), VfL Germania 1894 Frankfurt (1), SpVgg Griesheim 02 (1) reihen sich in die hessische Historie des DFB ein.

Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/von-becker-bis-ebnoutalib-diese-hessen-feierten-ihr-dfb-debuet-v1,dfb-debuets-hessen-100.html

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