Kultur

Millionen-Projekt in Fulda: So könnte das neue Deutsche Feuerwehr-Museum aussehen

Millionen-Projekt in Fulda: So könnte das neue Deutsche Feuerwehr-Museum aussehen

Die Pläne für den Umzug des Deutschen Feuerwehr-Museums in Fulda werden konkreter. Die Betreiber wollen am neuen Standort doppelt so viele Besucher anlocken. Entstehen soll weit mehr als ein reines Museum.

Millionen-Projekt in Fulda: So könnte das neue Deutsche Feuerwehr-Museum aussehen


So könnte das Deutsche Feuerwehr-Museum in Fulda nach seinem Umzug zum neuen Standort in der alten Textilfabrik aussehen.
Bild © Atelier Brückner / Bearbeitung: hessenschau.de


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||Jörn Perske

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Dem geplanten Umzug des Deutschen Feuerwehr-Museums in Fulda steht nichts mehr im Wege, wie Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU) am Freitagnachmittag der hessenschau sagte.

Alle beteiligten Akteure und Institutionen stimmen dem Millionen-Projekt zu. Stadt, Land und Bund sowie das Technische Hilfswerk (THW) und der Deutsche Feuerwehr-Verband „ziehen alle an einem Strang“, wie Wingenfeld versicherte. „Somit bin ich absolut zuversichtlich, dass wir das Projekt realisieren.“

Neue Heimat gefunden

Die Stadt hatte in der Vorwoche erste Pläne zum Umzug des Museums präsentiert. Es soll aus den Fulda-Auen im Stadtteil Neuenberg auf das Gelände der ehemaligen Textilfabrik an der Weimarer Straße ziehen. Am bisherigen Standort, wo das Museum seit 1988 untergebracht ist, seien die Entwicklungsmöglichkeiten begrenzt. Deswegen wurde seit Längerem nach einem neuen Standort gesucht.

Die Stadt will das Feuerwehr-Museum mit der historischen Sammlung des THW vereinen. Ziel sei es, die Geschichte und Entwicklung des deutschen Bevölkerungsschutzes umfassend darzustellen. Zudem solle das Haus zu einem bundesweit ausgerichteten, Museums-, Begegnungs- und Kongresszentrum weiterentwickelt werden.

Ein historisches Einsatzfahrzeug mit einer Rettungsleiter steht in einer Ausstellung


Das Deutsche Feuerwehr-Museum in Fulda zeigt viele historische Einsatzfahrzeuge.
Bild © Jörn Perske (hr)


Der neue Standort soll laut Stadt auch Vereinen und Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern offenstehen sowie als „niedrigschwelliger Ort“ für Veranstaltungen, Bildung und Kultur dienen.

Kosten liegen bei mehr als 20 Millionen Euro

Wingenfeld nannte auf Anfrage auch Eckpunkte für Umsetzung, Zeitplan und Finanzen: Im kommenden Jahr solle es mit den Bauarbeiten losgehen. Mit einer Fertigstellung rechnet der OB in den Jahren 2029 oder 2030. Die bestehenden denkmalgeschützten Gebäude, teils aus dem 19. Jahrhundert, müssen den Angaben zufolge umfassend saniert werden.

Die Kosten sollen sich auf mehr als 20 Millionen Euro belaufen, wie Wingenfeld erklärte. Die Stadt rechnet nach eigenen Angaben mit Fördermitteln in Höhe von rund 18,5 Millionen Euro. Allein acht Millionen Euro kommen vom Bund.

Kulturstaatsminister sichert Unterstützung zu

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, informierte sich am Freitag bei einem Besuch im Feuerwehr-Museum über die Pläne in der Domstadt.

Weimer sagte: Mit dem Museum werde großartige, professionelle Arbeit mit viel Hingabe geleistet. Es sei gut organisiert, technisch interessant und habe den Besuchern sogar emotional etwas zu bieten.

Daher sei es absolut unterstützenswert, sagte Weimer und ermutigte zur Umsetzung des Projekts: „Legt los, Berlin steht hinter euch!“

Mehrere Menschen betrachten in einer Ausstellung historische Feuerwehr-Fahrzeuge


Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (2. v.r.) besuchte die Ausstellung im Deutschen Feuerwehr-Museum in Fulda und wurde unter anderem vom Fuldaer Bundestagsabgeordneten Michael Brand begleitet.
Bild © Jörn Perske (hr)


Der Entwurf des neuen Museums zeigt einen großzügig gestalteten Vorplatz und eine lange Glasfassade, hinter der Fahrzeuge wie in einem Schaufenster zu sehen sind.

Kulturstaatsminister Weimer zeigte sich erfreut über die Pläne. Letztlich schütze die Feuerwehr auch in besonderem Maße die Kultur, etwa wenn es zu Bränden, Überschwemmungen oder sonstigen Unfällen, Katastrophen oder Angriffen komme.

Ziel: Besucherzahl mehr als verdoppeln

Das Deutsche Feuerwehr-Museum wird pro Jahr von rund 15.000 Menschen besucht, wie die Museumsleitung erklärte. Am neuen Standort soll die Zahl verdoppelt oder verdreifacht werden.

Durch die Lage des neuen Standorts in der ehemaligen Textilfabrik ist das Museum fußläufig von der Innenstadt in wenigen Gehminuten zu erreichen. Zudem gibt es einen großen Besucher-Parkplatz.

Quelle: https://www.hessenschau.de/kultur/millionen-projekt-in-fulda-so-koennte-das-neue-deutsche-feuerwehr-museum-aussehen-v2,plaene-umzug-deutsches-feuerwehrmuseum-fulda-100.html

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