Es steht einiges auf dem Spiel: Während die Menschen in Pohlheim, Wesertal und Steinau am Sonntag ihren künftigen Bürgermeister wählen, könnten die Raunheimer ihren Rathaus-Chef zum Abgang zwingen.

In drei hessischen Städten wird am Sonntag abgestimmt.
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Rund 35.000 Menschen dürfen in Hessen diesen Sonntag ihr Kreuzchen setzen und über die politische Zukunft ihrer Gemeinden abstimmen. Drei Bürgermeister werden gewählt, ein vierter steht zur Abwahl.
Die Ergebnisse finden Sie nach der Wahl hier.
Raunheim: Geht Rendel oder bleibt er?
Die Bürgerinnen und Bürger von Raunheim (Groß-Gerau) entscheiden am Sonntag, ob ihr Rathaus-Chef David Rendel (SPD) seinen Job verliert: „Stimmen Sie für die Abwahl des Bürgermeisters der Stadt Raunheim, Herrn David Rendel?“ lautet die Frage beim Bürgerentscheid.
Hintergrund ist ein jahrelanger Streit zwischen Stadtparlament und Bürgermeister: Es geht um mehr als zwei Millionen Euro Provisionen für einen Mitarbeiter der Stadt. Diese hatte noch Rendels Amtsvorgänger Thomas Jühe (SPD) vereinbart, der inzwischen verstorben ist. Das Parlament wollte das Geld zurückfordern, Rendel setzte den Beschluss aber nicht um.
Für eine Abwahl braucht es eine Mehrheit der gültigen Stimmen. Außerdem müssen mindestens 30 Prozent aller Wahlberechtigten für Rendels Abwahl stimmen – das entspräche 3.164 Stimmen.
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00:39 Min. |Marcel Ronge
Pohlheim: zwischen Sportplatz-Streit und Hallenbad
In Pohlheim (Gießen) sind am Sonntag rund 13.900 Menschen aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen – oder den bisherigen im Amt zu bestätigen: Andreas Ruck tritt wieder an – diesmal parteilos: Vor fünf Jahren hatte ihn noch die SPD aufgestellt.
2024 hatte Ruck einen Abwahlantrag knapp überstanden, weil die Sozialdemokraten sich in der Abstimmung enthielten. Nun will die SPD mit Israel Be Josef einen neuen Mann ins Rathaus bringen.
Außerdem im Rennen sind Jörg Buß für die CDU und der parteilose Thomas Dombrowski. Die größten Themen in Pohlheim sind das marode Hallenbad, der Sportplatz-Streit zwischen der Stadt und dem FC Gießen sowie das geplante neue Gewerbegebiet Garbenteich Ost.
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00:40 Min. |Marc Klug
Zwei Männer für Steinau an der Straße
In der Brüder-Grimm-Stadt Steinau an der Straße (Main-Kinzig) können sich die Wahlberechtigten am Sonntag zwischen zwei Kandidaten entscheiden.
Agrarwissenschaftler Christian Zimmermann (parteilos) ist seit 2021 Bürgermeister von Steinau und tritt am Sonntag erneut an. Unterstützt wird er von der SPD. Im Wahlkampf warb Zimmermann unter anderem mit neuen Konzepten für die Innenstadt und mehr Digitalisierung in der Verwaltung.
Herausforderer Carsten Hildebrandt (unabhängig) ist Vertriebsingenieur und Mitbegründer der Freien Wähler in Erlensee bei Hanau, wo er aktuell lebt. Er verspricht unter anderem, die örtliche Wirtschaft zu stärken und die Verwaltung bürgernäher zu gestalten.
Entscheidung in Wesertal
Zur Stichwahl kommt es am Sonntag in Wesertal (Kassel). SPD-Kandidat Thorsten Schminke und der parteiunabhängige Lukas Honemann hatten sich bei der Wahl vor zwei Wochen ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert: Schminke erreichte 46,03 Prozent, Honemann kam auf 45,76 Prozent. Der dritte Bewerber, Helge Mattern (unabhängig), erhielt 8,21 Prozent. Am Sonntag entscheidet sich nun, ob Schminke oder Honemann ins Rathaus einzieht.
Der bisherige Bürgermeister Cornelius Turrey stand für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Der SPD-Mann war der erste Bürgermeister von Wesertal (Kassel) nach der vollzogenen Fusion der Gemeinden Oberweser und Wahlsburg vor sechs Jahren.
Quelle: https://www.hessenschau.de/politik/buergerentscheid-in-raunheim—buergermeisterwahlen-in-pohlheim-wesertal-und-steinau-v1,buergermeisterwahlen-166.html



